Sonntag, 28. Juni 2015

Frischlinge und alte Hasen
Donauinselfest Tag 2: Shellhouse/The Boys You Know/Schönheitsfehler

Schönheitsfehler

Das Donauinselfest wird in der heimischen Festival-Landschaft oft übersehen. Obwohl es sich um eines der größten Festivals hierzulande handelt, nimmt es die Szene oftmals nicht ganz ernst. Trotzdem trifft sich am Wochenende vor den Sommerferien die halbe Stadt an der Donauinsel. Am Line- up steht, neben internationalen Acts, auch das who is who der heimischen Musiklandschaft. Doch: Das Programm ist breit und unübersichtlich. Studierenoderso hat sich die Perlen für euch herausgesucht.

Die SJ- Bühne gilt seit jeher als sicherer Anlaufpunkt für aufstrebende Bands, die sich der E- Gitarre verschrieben haben. Ein auffallender Punkt am Line- up waren Shellhouse. Das Quintett aus Wien hat in den letzten Monaten mit einigen Auftritten in Wien auf sich aufmerksam gemacht, unter anderem im B72, wo sie mit ihren Bandfreunden The Boys You Know aufgetreten sind. Beide Bands machen einen Bogen um Zeitgeist und Mode, sie spielen klassischen Indie- Rock aus den 90ern. Shellhouse schielen mehr in Richtung Pavement. Die Boys gehen stilistisch in Richtung Dinosaur Jr.

Samstag, 27. Juni 2015

Donauinselfest Tag 1: Trivialz/Leyya/Weekend/Skero/Ronny Trettmann& Soulforce


                                                                                                                           
Die Fm4- Planet Bühne
Für 3 Tage Insulaner sein
Trivialz/Leyya/Weekend/Skero/R. Trettmann& Soulforce
 Das Donauinselfest wird in der heimischen Festival-Landschaft oft übersehen. Obwohl es sich um eines der größten Festivals hierzulande handelt, nimmt es die Szene oftmals nicht ganz ernst. Trotzdem trifft sich am Wochenende vor den Sommerferien die halbe Stadt an der Donauinsel. Am Line- up steht, neben internationalen Acts, auch das who is who der heimischen Musiklandschaft. Doch: Das Programm ist breit und unübersichtlich. Studierenoderso hat sich die Perlen für euch herausgesucht.

Um sich aufzuwärmen und auf die nächsten 3 Tage Donauinselfest einzustellen, begann der Abend an der FM4- Planet Bühne, sie gilt als risikofreie Wahl, um sich jährlich an den Ufern der Insel treiben zu lassen. Gastgeber waren die Trivialz, die das noch ankommende Publikum mit entspannten Raps, umhüllt von einem galante Bandarrangement, begrüßten. Man sieht es den Künstlern an: Sie fühlen sich wohl auf so einer großen Bühne, das ist ihre Qualität. In ihrer kürzlich erschienenen EP „Rap ist Dosenbier“ fehlt es noch an einer Spur feeling, genau das kann die Band aber live ausspielen.

Dienstag, 19. November 2013

Album Review: "the ground beneath our feet" von Fräulein Hona



Auf welchem Boden stehst du?


Man fragt sich schon welche Überlegungen eine Band anstellt, wenn es um das Ansetzen von Release-Dates geht. „the ground beneath our feet“ passt auf jeden Fall zum Herbst. Musik, um bei langen Zugfahrten verträumt aus dem Fenster zu schauen, oder eben um durch einen frühherbstlichen Blätterwald zu spazieren. Dabei reduzieren sich Fräulein Hona auf das Wesentliche: In ihren Arrangements lassen sie viel freien Raum, kein Song klingt zu überladen oder pathetisch. Das Quartett aus Wien versteckt sich nicht hinter großen Gesten - deswegen fühlt sich die Band bei Konzerten im kleinen Rahmen, wo man dem Publikum sehr nahe ist, am wohlsten.

Freitag, 18. Oktober 2013

Review: "Journey" von Polo to the Masses


Reisefieber


Polo to the Masses gehen auf eine Reise. „Journey“ erzählt von einem Neuanfang, und davon, wie schwierig es oft ist, mit einem solchen umzugehen. „I'm going on a journey/and I'm going without you/and if I can't have you honey/what am I supposed to do?“, heißt es im Refrain – dennoch klingen Polo to the Masses keineswegs verbittert oder verzweifelt. Ihre Herangehensweise ist eine andere: In „Journey“ haben wir es mit einer Person zu tun, die über sich selbst reflektiert. Dabei begreift sie, dass ein Aufbruch zu neuen Ufern nicht allzu leicht zu bewältigen ist. Man kann nur Neues erfahren, indem man auch Altes ziehen lässt, von diesem Zwiespalt erzählt das Lied. Diese intime Sichtweise, der emotionale Zugang zu einem Thema, war schon immer eine große Stärke der Band. Auch wenn sie es manchmal zu gut meinen, und ihre Gefühlsduseligkeit etwas unglaubwürdig daherkommt, versteht sich die Band darauf, Dinge aus ihrer ganz persönlichen Sichtweise zu erzählen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Review: "Farewell Tomorrow - EP" von The Golden Rabbit


Hey, ich kenn dich doch!



Man kann die neue EP von The Golden Rabbit als den Soundtrack zu einer langen, durchzechten Nacht sehen. Mit all ihren Aufs und Abs. Schon die erste Zeile vom Eröffnungstrack „Farewell Tomorrow“ weckt Assoziationen, die viele vielleicht kennen: „All the faces that I see/ I'll never see them again“ - wer kennt nicht diese Fortgeh-Bekanntschaften, mit denen man sich blendend versteht und von denen man danach nie wieder etwas hört?

Montag, 30. September 2013

Review: "Eleven-EP" von Amere Meander


Alles neu und doch alles vertraut




Vor kurzem haben sich die beiden heimischen Labels Problembär Records und Seayou zusammengeschlossen. Der internationale Vertrieb, der fortan von Rough Trade übernommen wird, ermöglicht Bands sich weltweit besser in Szene zu setzen. Darüber kann sich auch der neue Problembär–Act Amere Meander freuen.

Das Trio spielt Indie–Pop nach internationalen Standards. Ihre eingängigen Melodien, die professionelle Produktion und die englischsprachigen Songtexte haben auf jeden Fall Potenzial auch außerhalb der Landesgrenzen für Aufmerksamkeit zu sorgen. Am 11. Oktober erscheint das Debütalbum „To Lead Astray.“ Die vor kurzem veröffentlichte „Eleven–EP“ gibt einen Vorgeschmack auf das Album.


Sonntag, 29. September 2013

Konzert Review - Beach Girls and the Monster live @ Fluc (10.8.2013)

Geht's ein bisschen lässiger? Geht's ein 

bisschen cooler?




„For the next song, you all have to dance like this.“ - Als sie das sagt macht Bassistin Magdalena eine entspannte Hin- und Herbewegung, die den ganzen Abend wohl am treffendsten beschreiben würde. Beach Girls and the Monster spielen Surf. Damit sind sie relativ alleine in Österreich. Eh klar, eine Surf-Band in einem Land, wo es kein Meer gibt, ist ja an sich schon eher unüblich. Aber das eigenwillige Auftreten ist natürlich ein Teil des Konzeptes und so gibt sich die Band bewusst international. Mehr oder weniger konsequent halten Beach Girls and the Monster alle Ansagen in Englisch ab.